Geschichte in Kurzform

Geschichte, Kurzform, des k.k. Infanterieregiment No. 59, im Zusammenhang mit Salzburg

1802 – 1914 / 1918 bzw. Heute:

 

19.08.1802:       Das Regiment nimmt mit dem I. und II. Bataillon und der Grenadierdivision Salzburg und Berchtesgaden, für Erzherzog Ferdinand (Großherzog von Toskana) als Kurfürst dieses Gebietes, zum 1. Mal in Besitz. Das III. Bataillon geht nach Tittmonig.

Regimentsinhaber ist zu dieser Zeit GM Alexander von Jordis.

25.01.1803:       Das Regiment marschiert wieder in seine Standquartiere, nach Enns, zurück.

26.12.1805:       Friede von Preßburg, Salzburg kommt als Herzogtum an das österreichische Kaiserhaus.

21.03.1806:       Das IR 59 erreicht, von Ungarn kommend, über Unter- und Oberösterreich, Salzburg.

Der Stab und ein Teil des Regimentes verblieben in der Stadt Salzburg, die restlichen Einheiten wurden auf das Land aufgeteilt.

14.09.1806:       Beginn der Rückverlegung des Regiments nach Oberösterreich / Enns. Stab, I. Bataillon und Grenadierdivision nach Linz.

1809:                 Beginn der Kämpfe Österreichs mit dem Napoleonischen Frankreich, auch die 59ziger nahmen daran teil.

20.10.1809:       Wiener Frieden. Das Regiment kehrt über Ungarn und Wien nach Oberösterreich zurück.

1810:                 Salzburg fällt an Bayern, das mit Frankreich verbündet ist.

Aug. 1813:         Kriegserklärung Österreichs an Frankreich.

14.08.1813:       Das Regiment rückt mit seinen 3 Feld- und dem I. Landwehrbataillon zum österr. Korps, das bei Lambach lag, ein. Im Folgenden Teilnahme an den Kämpfen gegen Napoleon.

1815:                 Wiener Kongress

01.05.1815:       Seine königliche Hoheit der Großherzog von Baden Karl Friedrich wird Inhaber des Regiments.

18.06.1815:       Waterloo.

20.11.1815:       Zweiter Pariser Frieden.

01.05.1816:       Das Herzogtum Salzburg wird wieder von Österreich in Besitz genommen.

06.06.1816:       Das III. Bataillon kehrt nach den Kämpfen gegen Frankreich in seine Stammlande zurück.

09.06.1816:       Das I. und II. Bataillon, sowie der Regimentsstab kamen nach Ling bzw. Enns. Das III. Bataillon kommt nach Salzburg. Das Regiment wird auf „Friedensfuß“ gesetzt.

15.09.1816:       Das III. Bataillon wird aufgelöst, der Cadre bei den anderen Bataillonen zugeteilt.

1816:                 Der Regimentswerbbezirk wir um Salzburg und Teile des Hausruckkreises erweitert.

Nov. 1817:        Der Regimentsstab und das II. Bataillon kommen nach Salzburg, das I. Bataillon verbleibt in Linz, der Cadre des III. Bataillon kommen nach Enns.

30.04.1818:       Großer Stadtbrand in Salzburg. Die 59ziger sind zu der Zeit in der „Kaserne am Mirabellthor“ (Neue Türnitz) untergebracht. Dabei gingen auch wichtige Dokumente des Regiments verloren.

Aug. 1818:         Das I. Bataillon kommt von Linz nach Salzburg.

Sept. 1818:        Das Werbbezirkskommando und die Kanzlei kommen von Steyr nach Salzburg.

08.12.1818:       Der Regimentsinhaber, seine königliche Hoheit der Großherzog von Baden Karl Friedrich, stirbt in Graz

Mai 1819:          Kommt das, auf Cadre gesetzte, III. Bataillon von Enns nach Salzburg, womit das ganze Regiment in der Hauptwerbbezirksstation Salzburg vereint ist.

Okt. 1819:         Seine königliche Hoheit der Großherzog Ludwig von Baden wird Inhaber des Regiments.

Feb. 1821:         das Regiment rückt zur Verstärkung der österr. Truppen nach Mantua ab. Das III. Bataillon verbleibt in Salzburg.

Aug. 1822:         Rückkehr nach Salzburg, wo das gesamte Regiment bis

1831:                 in Garnison verblieb.

1830:                 Änderung des Regimentswerbbezirkes => Neu: Salzburger-, Traun-, großer Teil des Inn- und Hausruckkreises.

30.03.1830:       Der Regimentsinhaber, seine königliche Hoheit der Großherzog Ludwig von Baden, stirbt. Neuer Regimentsinhaber wird seine königliche Hoheit der Großherzog Leopold von Baden.

Juli 1830:           Ausbruch der Revolution in Paris. Die ersten 2 Bataillone des Regiments werden wieder auf Kriegsstand gesetzt.

Feb. 1831:         das I. Bataillon und der Regimentsstab gehen nach Innsbruck, das II. Bataillon nach Südtirol.

15.03.1831:       Aufstellung des I. Landwehrbataillons mit 6 Kompanien, im Juni nach Innsbruck verlegt.

Dez. 1831:         Das II. Bataillon kehrt nach Innsbruck zurück, das Landwehrbataillon kommt nach Bregenz

Juni 1832:          Das Landwehrbataillon kehrt nach Innsbruck zurück.

1833 / 1834:      Teilnahme am Bau der großartigen Talsperre bei Aicha nächst Brixen. In der Regimentsgeschichte ist da über zu lesen:

„Der großartige Festungsbau zur Thalsperre bei Aicha nächst Brixen verschaffte dem Regiment die Gelegenheit, mit jenen Arbeiten vertraut zu werden, deren praktische Kenntniß für den Kriegsdienst von höchstem Nutzen wird. Zu den ersten Vorarbeiten kamen 1833 im Juni 300 Mann, und im August das Landwehrbataillon bei der riesenhaften Arbeit in Verwendung. Mit vorgeschrittener größerer Ausdehnung, war im April 1834 noch das II. Bataillon zum Bau kommandiert, und in geregelter Thätigkeit wurde das bedeutende Leistungsvermögen welches dem Militär zu Gebote steht, an diesem Werk erwahrt.“

1835:                 Das II. Bataillon wird nach Bozen, das Landwehrbataillon nach Innsbruck verlegt. Ein aus allen 3 Bataillonen zusammengestelltes Arbeitsdetachement verbleibt in Aicha.

Mai 1838:          Das Landwehrbataillon kehrt über Wels nach Salzburg und das II. Bataillon von Bozen nach Innsbruck zurück. Das Arbeitsdetachement in Aicha wird aufgelöst.

15.11.1843:       Die beiden in Salzburg garnisonierten Bataillone feiern die 50 jährige Dienstzeit des Feldwebels Georg Meror, beim Regiment.

14.02.1845:       Die bis dahin geltende 14jährige Dienstzeit des Militärs wird für Friedenszeit auf 8 Jahre reduziert.

22.02.1848:       Ausbruch der Revolution in Paris

Feb. 1848:         Standorte der 59ziger:    I. und II. Bataillon und der Regimentsstab  in Vorarlberg

III. und das Landwehrbataillon in Salzburg

Gardedivision in Wien

Das Regiment bestand durchwegs aus vier- bis sechsjährigen Dienern und befand sich seit 3 Jahren auf Kriegstand.

01.04.1848:       Eintreffen des Befehles zum Abmarsch nach Südtirol um sich der österr. Armee in Italien, die unter der Führung von FM Graf Radetzky stand, anzuschließen.

03.04.1848:       Das II. Bataillon aus Vorarlberg geht nach Südtirol ab.

07.04.1848:       Das III. Bataillon aus Salzburg geht nach Südtirol ab.

01.05.1848:       Das I. Bataillon und der Regimentsstab aus Vorarlberg gehen nach Südtirol ab.

Juli 1848:           Aufstellung des Reserve-, später, Landwehrbataillons in Salzburg

14.08.1848:       Waffenstillstand in Italien. Die ersten 3 Bataillone des Regiments und der Stab befinden sich in Verona. Die Verluste des Feldzuges werden durch Mannschaften aus dem Werbbezirk aufgefüllt.

06.10.1848:       Die Gardedivision aus Wien geht nach Ungarn ab.

09./10.10.1848: Abmarsch des in Salzburg verbliebenen Landwehrbataillons nach Linz, mit Dampfschiffen nach Wien und mit der Eisenbahn weiter nach Wiener Neustadt um unter der Armee von FM Fürst Windischgrätz an den Kämpfen in Ungarn teil zu nehmen.

März 1849:        Aufstellung eines weiteren Bataillons in Salzburg.  Das im Juli 1848 aufgestellte Reservebataillon ging am 12.04.1849 nach Wien ab.

12.03.1849:       Aufkündigung des Waffenstillstandes durch die Piemontesen in Italien und Beginn eines weiteren Waffengang Österreichs gegen Italien.

Juni 1849:          Erneutes Aufflammen der Kämpfe in Ungarn.

11.07.1849:       Fahnenweihe für das inzwischen in Salzburg errichtete zweiten Reservebataillons durch seine Eminenz Kardinal Fürsterzbischof Schwarzenberg.

29.12.1849:       Über Garnison in St. Pölten und Oberösterreich ist das, in Ungarn gewesene, Landwehrbataillon wieder in Salzburg eingetroffen.

1849:                 Nach dem Frieden in Italien war das Regiment wie folgt stationiert:

Bataillon I – III und Stab in Verona, IV. Bataillon in Wien, Grenadiere in Pesth und das Landwehrbataillon in Salzburg.

16.04.1850:       Das 4. Bataillon wird von Wien nach Istrien verlegt und kehrt über Italien und Südtirol im

Aug.1850:          nach Salzburg zurück.

24.04.1852:       Der Regimentsinhaber, seine königliche Hoheit Großherzog Leopold von Baden stirbt.

02.06.1852:       Seine k.k. Hoheit Erzherzog Rainer Ferdinand wird neuer Regimentsinhaber.

04.09.1852:       Die ebenfalls in Ungarn gewesenen Grenadiere kommen über Pesth, Maizen, Prag und Graz nach Salzburg zurück.

01.10.1852:       Das IV. Bataillon aus Salzburg rücken zum Regiment nach Verona ab.

Ende 1855:        Nach diversen Aufenthaltsorten in Norditalien (Verona, Bergamo, Peschiera, Brescia, Mailand) befindet sich der Regimentsstab, das II. und III. Bataillon in Triest, das I. Bataillon in Laibach. Das IV. Bataillon in Salzburg.

Ende 1856:       Oberst Heinrich Schröder wird neuer Regimentskommandant.

Aug. 1857:         Die Bataillone I – III werden zu den Herbstübungen nach Görz und danach in ihre neuen Garnisonen nach Udine, Palma Nuova, Görz und Klagenfurt verlegt.

1858:                Teilnahme der 3 Bataillone an div. Übungen im Raum San Daniele.

Jan. 1859:         Die 3 Bataillone werden nach Mantua verlegt.

18.02.1859:                Der II. Regimentsinhaber Feldzeugmeister Franz Freiherr Dahlen von Orlaburg verstirbt in Graz.

20.03.1859:                Feldmarschall Lieutenant Friedrich Teuchert wird zum 2. Regimentsinhaber ernannt.

Ab März 1859: alle 4 Bataillone werden auf Kriegstand gesetzt, ein Depotbataillon aufgestellt.

April 1859:                 Aufstellung eines Grenadierbataillons.  Das IV. Bataillon rückt von Salzburg nach Verona ab.

29.04.1859:                Eröffnung der Feindseligkeiten mit den verbündeten Verbänden von Frankreich und Piemont in Oberitalien.

04.06.1859:                Schlacht bei Magenta

07.06.1859:                Aufstellung eines V. Bataillons in Salzburg. Aus Mangel an diensttauglichen Mannschaften konnte es aber nicht komplettiert werden.

24.06.1859:                Schlacht bei Solferino.

08.07.1859:                Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen mit den Franzosen.

11.07.1859:                Zusammentreffen von Kaiser Napoleon und Kaiser Franz Joseph I.

12.07.1859:                Abschluss des Präliminarfriedens. Die Lombardei mit Ausnahme der Festungen von Peschiera und Mantua werden an die Franzosen abgetreten.

30.07.1859:       Das V. Bataillon und das Depotbataillon wird aufgelöst.

01.08.1859:                Das IV. Bataillon kehrt nach Salzburg zurück und wird auf Friedensstand gesetzt.

15.08.1859:                Abschluss der Waffenstillstandsverhandlungen

Mitte Aug.1859: Das III. Bataillon wird nach Laibach verlegt. Die Bataillone I und II verbleiben in Italien.

Jan. 1860:         Das I. Bataillon wird nach Ostiglia und Rivere, das 2. Bataillon nach Legnago verlegt.

Feb. 1860:                   Das III. Bataillon scheidet aus dem Regiment aus und das in Salzburg befindliche IV. wird zum III. Bataillon.

Ende Mai 1860: Das Regiment wird nach Treviso verlegt.

Sept. 1860:                  Das Regiment hat kurze Aufenthalte in Venedig und Mestre und kehrt Ende September nach Treviso zurück.

Okt. 1860:        Verlegung an die Piave nach Oderzo.

01.11.1861:                Errichtung eines neuen IV. Bataillons in Salzburg mit Friedensstand.

Ende Mai 1862: Das I. Bataillon wird nach Vicenza und das 2 Bataillon nach Castelfranco verlegt.

Dez. 1862:                  Der II. Regimentsinhaber Feldmarschall Lieutenant Friedrich Teuchert wird Stellvertreter des Kriegsministers in den Ökonomisch-administrativen Geschäften.

Feb. 1863:                   Das I. und II. Bataillon wird auf Friedensstand gesetzt.

Aug. 1863:                  Das I. Bataillon geht nach Lonigo und Cologna, das II. nach Vicenza.

Ende 1863:                 Das I. und II. Bataillon befindet sich in Vicenza in Garnison.

24.02.1864:       Das III. Bataillon erhält den Marschbefehl, von Salzburg nach Italien abzugehen.

22.07.1865:       Seine Majestät der Kaiser geruhten mit Handschreiben Seine kais. Hoheit FML Erzherzog Rainer, den 1. Inhaber, auf Höchst dessen Wunsch von der Leitung der Geschäfte des Ministeriums und von dem Präsidium in demselben Allergnädigst mit dem Ausdrucke der dankbaren Anerkennung für die geleisteten wichtigsten Dienste zu entheben.

Aug. 1865:         Der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Ritter von Mertens, hatte bei Seiner Majestät dem Kaiser die alleruntertänigste Bitte vorgebracht, dass die Musik des Regiments anlässlich der in Salzburg vom 16. August bis 20. September stattfindenden Festlichkeiten (Eröffnung des neuerbauten Schützenhauses durch ein großes Festschiessen und Veranstaltung einer Gewerbe-, sowie land- und forstwirtschaftlichen Ausstellung nebst einem Volksfeste) zur Mitwirkung bei denselben von Bozen nach Salzburg kommen dürfe. Seine Majestät gewährte diese Bitte.

15.08.1865:       Eintreffen der Musik in Salzburg, wo sie bis zum 30. September blieb.

19.08.1865:         Besichtigung der Franz-Josephs-Kaserne durch Se. Majestät, in welcher das IV. Bataillon des Regiments einquartiert war.

21.08.1865:       Se. Majestät der Kaiser trifft auf seiner Rückreise von Gastein, Se. Majestät Wilhelm 1. König von Preußen in Salzburg.

Ende 1865:        befand sich der Regimentsstab und das I. Bataillon in Bozen, der II. Bataillonsstab mit der 7., 8., 11. und 12. Kompagnie in Brixen, der 9. und 10. in der Franzensfeste, der III. Bataillonsstab mit der 17. und 18. Kompagnie in Cles, der 13. und 14. in Malè und der 15. und 16. in Mezzolombardo. Das IV. Bataillon, sowie der Depot-Cadre waren in Salzburg.

23.04.1866:       Befehl, dass alle 4 Bataillone den Kriegsstand anzunehmen haben und eine Depot-Division aufzustellen ist, da ein Krieg gegen Preußen und Italien zu befürchten war.

12.05.1866:       Den 80 Linien-Infanterie-Regimenter wurde die Aufstellung eines V. Bataillons angeordnet.

13.05.1866:       Das IV. Bataillon wird von Salzburg nach Bozen verlegt.

17.06.1866:       Die noch in Salzburg befindliche 2. Depot-Division wird nach Bozen verlegt.

20.06.1866:       Kriegserklärung Italiens

22.08.1866:       Die 2. Depot-Division wir aufgelöst und ein Teil der Mannschaft in die Feld-Bataillone eingereiht. Der Rest wird am 24.08.1866 nach Salzburg in Marsch gesetzt.

26.09.1866:       Eintreffen der beurlaubten Reservemänner aus Bozen in Salzburg.

29.09.1866:       Das IV. Bataillon trifft Nachmittag, aus Bozen kommend, in Salzburg ein.

03.10.1866:       Friedensabkommen zwischen dem Königreich Italien und den österr. Kaiserstaaten in Wien.

08.10.1866:       Das Regiment wird auf Friedensstand gesetzt und hat die neue Formation der Bataillone zu 4 Kompanien anzunehmen. Das „neue“ IV. Bataillon hatte nach Salzburg abzugehen.

23.10.1866:       Das „neue“ IV. Bataillon trifft in Salzburg ein.

28.12.1866:       Die Stellungspflicht wurde auf 3 Jahre herabgesetzt. Die Dienstpflicht auf 6 Jahre geändert. Die Befreiung von der Pflicht zum Eintritt in das Heer wurde aufgehoben. Eine dauernde Beurlaubung in Friedenszeiten eingeführt.

03.05.1867:       Se. k. Hoheit Erzherzog Abrecht inspiziert das IV. Bataillon in Salzburg und seine Kasernen.

18.-23.08.1867: Zusammentreffen von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth mit Kaiser Napoleon III. und Kaiserin Eugenie in Salzburg. In dieser Zeit, besuchte Kaiser Franz Joseph auch die Regiments-Schwimmschule, „badete daselbst und geruhte die Allerhöchste Zufriedenheit mit der Anlage und Einrichtung derselben auszusprechen“.

Jän. 1868:          Das Hinterladgewehr, System Wänzl, wird eingeführt.

07.03.1868:       Se. k. Hoheit FML. Erzherzog Josef, inspiziert die Offiziers-, Unteroffiziers und Mannschaftsschule des IV. Bataillons in Salzburg.

12.03.1868:       General-Monturs-Inspektor FML. Freiherr von Wussin inspiziert das Augmentations Magazin des Regimentes in Salzburg und äußert sich äußerst befriedigt über die große Ordnung und den guten Zustand.

02.04.1868:       Einschneidende Änderung in der Adjustierung und Ausrüstung des Heeres, z.B.

  • statt dem weißen Waffenrock ist einer aus dunkelblauem Tuch zu verwenden,
  • Pantalons aus lichtblauem Tuch,
  • der Tschako ist nur mehr Paradestück und ist im Felde nicht mehr mitzunehmen,
  • Einführung des Leibriemen

01.051868:        Auf Befehl seiner Majestät verbleiben bei einem Infanterieregiment nur mehr 2 Fahnen, die Leibfahne, in der Regel beim II. Bataillon und eine gelbe Fahne bei dem in der Ergänzungsbezirks-Station befindlichem IV. Bataillon. Die Fahnen hatten nunmehr von Offiziers-Aspiranten getragen zu werden.

20.08.1868:       Der Kaiser trifft, von Possenhofen kommend, in Salzburg ein.

22.08.1868:       Defilee des IV. und V. Bataillons vor dem Kaiser zu seiner allerhöchsten Zufriedenheit über ihre vortreffliche Haltung und das gute Aussehen.

Aug. 1868:         Für die Mannschaften sämtlicher Fußtruppen wurden Blusen nach der Farbe der Röcke eingeführt. Die Waffenröcke wurden nur für den Friedensstand beibehalten und wie der Tschako im Kriegsfalle deponiert.

05.12.1868:       Die allgemeine Wehrpflicht wird eingeführt.

17.03.1869:       Einführung des Zimmergewehres zur Vorbereitung der Rekruten für das Scheibenschießen und zur Übung der Mannschaften überhaupt.

30.04.1869:       Die Linien-Infanterie-Regimenter werden neu gegliedert.

11.-30.09.1869: Waffenübung beim Reserve-Kommando Salzburg.

14.10.1869:       „Seine Majestät der Kaiser geruhen mit Allerhöchster Entschließung der Land-Armee das Tragen des Vollbartes allergnädigst  zu gestatten.“

Juli 1871:           Das Regiment wird von Innsbruck nach Salzburg verlegt. Nach 41 jähriger Abwesenheit wird das Regiment wieder in Salzburg vereint.

13.07.1871:       05:00 Uhr Nachmittag trifft der Zug, mit dem Stab und dem I. Bataillon, in Salzburg ein und rückt abends in die Franz Joseph Kaserne ein. Beim Curhaus war ein mit dem Reichsadler, Fahnen und Wappenschildern reich verzierten Triumphbogen mit der Inschrift „Willkommen in der Heimat“ aufgebaut.

15.07.1871:       Das II. Bataillon trifft in Salzburg ein.

16.07.1871:       Stab des I. Bataillons, 1., 2. und 4. Kompanie gehen nach Braunau / Inn in Garnison.

III. Bataillon trifft in Salzburg ein.

Regimentsstab und ½ 9. Kompanie kommen in die Klausen-Kaserne, das II. Bataillon wird auf der Festung Hohnsalzburg und das III. Bataillon in der Franz Joseph Kaserne untergebracht.

05.08.1871:       Gefechtsübung der gesamten Garnison Salzburg.

12.08.1871:       Der deutsche Kaiser Wilhelm I. trifft auf seiner Durchreise nach Gastein in Salzburg ein.

14.08.1871:       das I. Bataillon kommt nach Salzburg zurück.

15.-31.08.1871: Übungen des gesamten Regimentes mit gemischten Waffen.

06.09.1871:       Seine k.u.k. apostolische Majestät Kaiser Franz Joseph I. traf  nachmittags von Ischl kommend in Salzburg zwecks einer Zusammenkunft mit Seiner Majestät Wilhelm I., deutscher Kaiser und König von Preußen ein, welcher am selben Tage von Gastein um 6 Uhr abends in Salzburg eintraf. Vor dem Hotel „Erzherzog Carl“ war eine Ehrenkompagnie des Regiments mit der Fahne und Musik ausgerückt.

07.09.1871:       Um 4 Uhr 30 Minuten früh rückte die gesamte Garnison zu einer Feldübung vor Seiner k.u.k. apostolischen Majestät aus.

Seine k.u.k. Majestät reisten am 8. früh wieder nach Ischl, S. M. Kaiser Wilhelm nach München.

11.09.1871:       Das I. Bataillon marschiert nach Abschluss der Übungen mit gemischten Waffen wieder nach Braunau.

21.09.-10.10.71:         Waffenübung der Reservemänner. Für diese Waffenübung gab es div. Umquartierungen in den Kasernen von Salzburg.

19.11.1871:       Audienz des gesamten Offizierskorps des Regiments bei seiner k.k. Hoheit Ferdinand IV., Großherzog von Toscana, Erzherzog von Österreich, welcher in Salzburg residiert.

Dez. 1871:         In Salzburg bricht eine Blattern-Epidemie aus.

25.01.1872:       Die 9. Kompanie wird von der Festung in die Rochus-Kaserne verlegt.

14.02.1872:       Das Regiment bekommt die ersten 26 Werndl Gewehre.

12.03.1872:       Die restlichen Gewehre und Säbelbajonnette werden an das Regiment ausgegeben.

14.03.1872:       Die bis dahin verwendeten Wänzl-Gewehre werden an das Arsenal in Wien abgeführt.

25.03.1872:       Ihre Majestäten Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth trafen um 6 Uhr 20 Minuten abends aus Wien auf der Durchreise nach Meran in Salzburg ein.

27.03.1872:       Kaiser Franz Joseph besucht das Offiziers-Kränzchen in den Mirabell-Sälen.

  1. 03.1872:      Weiterreise des Kaiserpaares nach Meran.
  2. 03.1872:      Die Blattern-Epidemie war erloschen; 170 Mann des Regiments waren in der Zeit vom Dezember bis Anfangs März von der bösartig auftretenden Krankheit befallen worden, 13 an derselben gestorben.

06.04.1872:       Mit Normal-Verordnungsblatt wurde die Beteilung der gesamten Mannschaft des Friedensstandes mit Zwilchhosen angeordnet, welche in der wärmeren Jahreszeit beim Turnen, Scheibenschießen, bei kleinen Übungen bis zur Kompagnie, ferner bei allen vorkommenden

Arbeiten, innerhalb der Kasernen getragen werden durften. Im Wachdienste sowie außer Dienst war das Tragen der Zwilchhosen nicht gestattet.

01.05.1872:       Das Regiment erhielt 450 Stück der neu eingeführten Infanterie-Spaten.

15.05.1872:       Seine k. k. Hoheit FM. Erzherzog Albrecht traf aus Tirol in Salzburg ein und inspizierte mittags die Garnison auf dem Gnigler Exerzierplatze und reiste um 6 Uhr abends nach St. Gilgen ab.

20.06.1872:       Seine k.u.k. apostolische Majestät der Kaiser geruhten „Allergnädigst mit Allerhöehster Entschließung  Seine Hoheit FML. Erzherzog Rainer zum Oberkommandanten der Landwehr der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder zu ernennen“.

27.06.1872:       Der 2. Regimentsinhaber FZM. Friedrich Freiherr von Teuchert starb im 74. Lebensjahre nach längerem Leiden in Ischl.

08.07.1872:       Das II. und III. Bataillon des Regiments wurden vormittags durch den kommandierenden General FZM. Freiherrn von Maroicič auf dem Gnigler Exerzierplatze inspiziert.

01.08.1872:       Das I. Bataillon trifft aus Braunau kommend, zu Regimentsübungen, in Salzburg ein. Untergebracht wurde es in der Hofstall-, Klausen- und Franz Joseph Kaserne, sowie auf der Festung Hohensalzburg.

02.09.1872:       Erzherzog Rainer trifft auf einer Inspektionsreise der Landwehr, von Linz kommend, in Salzburg ein und reist am 03.08.1872 nach Sterzing weiter.

14.09.1872:       Regimentsstab, I. und III. Bataillon kehren nach Salzburg zurück.

31.03.1873:       Das III. Bataillon wird von der Festung in die Hofstall-Kaserne verlegt.

20.04.1873:       Eine Kompanie des Regimentes, inkl. Fahne und Musik, leisten die vorgeschriebene Ehrenbezeichnung bei der Ankunft von ihrer k. Hoheit, Erzherzogin Gisela und Prinz Leopold von Bayern bzw. ihrer k. Hoheiten Prinz Eduard Albert von Wales und Prinz Arthur von England in Salzburg.

01.05.1873:       Das III. Bataillon wird wieder auf die Festung verlegt.

29.07.1873:       Seine Majestät Nasr Eddin, Schah von Persien trifft auf der Durchreise nach Wien um 6 Uhr früh, mit großem Gefolge in Salzburg ein und wurde mit außerordentlichen Ehrenbezeigungen empfangen.

01.11.1873:       Der erste Teil des neuen Dienstreglements tritt in Kraft. Mehrfache Änderungen in der Ausrüstung der Mannschaft wurden befohlen. Die Tornister wurden vergrößert, um die darin zu verwahrenden Gegenstände und die im Felde zu tragenden Verpflegsartikel bequemer unterbringen zu können. Die neu eingeführten tragbaren Infanterie-Kochgeschirre für je zwei Mann erhielten einen Überzug aus Zwilch. Von nun an wurde jeder Infanterist anstatt mit zwei Paar Schuhen mit einem Paar Halbstiefel und einem Paar Schuhe beteilt, die Gamaschen wurden abgeschafft. Der blaue Waffenrock wurde auch für die Mannschaft eingeführt, jedoch nur für Paraden und für Wachen.

16.09.1873:       Der Regimentsstab, das I. und III. Bataillon fahren nach Salzburg

01.10.1873:       Das IV. und V. Bataillon hatten einen erhöhten Friedensstand anzunehmen.

Das I. Bataillon, die 9., 10. und 19. Kompagnie wurden in der Franz-Josephs-Kaserne, die Musik und die 11. Kompagnie in der Klausen-Kaserne, die 12. Kompagnie, sowie das IV. und V. Bataillon auf der Festung untergebracht.

In der Franz-Joseph-Kaserne wurde für die Offiziere ein großes Zimmer / Speisesaal eingerichtet. Dieser diente auch als geselliger Vereinigungsort mit Offizieren anderer Truppenkörper.

02.12.1873:       Der 25. Jahrestag der Thronbesteigung Seiner Majestät des Kaisers wurde in dem ganzen Reiche, selbstverständlich vor allem in dem Heere festlich begangen. In Salzburg fand am Vorabende großer Zapfenstreich, 02.12.1873 Tagwache durch die Regimentsmusik und sämtliche Tambours statt. 101 Kanonenschüsse wurden zur Feier des Tages gelöst und in der Kollegienkirche ein Fest-Gottesdienst mit Te Deum abgehalten, welchem die Truppen der Garnison beiwohnten. Am Abend fand in den Sälen des Curhauses eine zahlreich besuchte Soirée statt, bei welcher die Regimentsmusik konzertierte.

11.02.1874:       Das Regiment erhält neue Zimmergewehre mit Werndl-Verschluss. Die mit Wänzl-Verschluss wurden abgegeben.

01.08.1874:       Das II. Bataillon marschierte zwecks Teilnahme an Waffenübungen mit der 5., 6, und 7. Kompagnie von Braunau nach Salzburg, wo es am

03.08.1874:       eintrifft. Die 5. Kompagnie wird in der Bauhofkaserne bei dem Linzerthore, die 6. und 8. auf der Festung untergebracht wurden.

22.08.1874:       Der kommandierende General FZM. Freiherr von Maroicič inspizierte das Regiment. Hiezu wären das I., II. und III. Bataillon, in ein Bataillon, das IV. und V. in je eine Kompagnie formiert, um 6 Uhr 30 Minuten früh auf dem Gnigler Exerzierfelde in Marschadjustierung ausgerückt.

16.09.1874:       Das I. und II. Bataillon, mit Ausnahme der 8. Kompagnie marschieren nach Hallein, wo die         beide Bataillons-Stäbe, sowie die Kompagnien 1 bis 6 einquartiert wurden, die 7. kam nach Burgfried

17.09.1874:       Die 8. Kompanie folgt nach Burgfried.

04.10.1874:       Das I. und II. Bataillon rückt nach Beendigung der Reservisten-Waffenübung wieder in Salzburg ein. Die 1. und 2. Kompagnie, sowie das II. Bataillon wurden auf der Festung, die 4. Kompagnie, das IV. und V. Bataillon in der Franz Josephs-, die 3. Kompagnie in der Klausen-Kaserne untergebracht.

10.10.1874:       Am Gnigler Exerzierplatz werden die zwei, vom Reichs-Kriegsministerium, neu zugewiesenen Fahnen, feierlich geweiht und dem Regiment übergeben.

19.10.1874:       Seine kais. Hoheit der Regiments-Inhaber, Erzherzog Rainer, wurde mit Allerhöchster Entschließung seiner k.u.k. Majestät zum Feldzeugmeister ernannt.

09.08.-17.09.75:         Übungen mit gemischten Waffen im Verein mit den übrigen Truppen der Garnison Salzburg in der Umgebung der Stadt. Die Zuteilung einer Batterie unterblieb in diesem Jahr.

01.01.1876:       Das metrische Maß- und Gewichtssystem wird beim Heer eingeführt.

10.05.-03.06.76:         Waffenübungen der Reservemannschaften. Aus Platzgründen wurde das IV. Bataillon nach Hallein verlegt. Die Witterung ließ eine Unterbringung in Zelten am Gnigler Exerzierplatz nicht zu.

15.07.1876:       General FRZ Freiherr von Maroicič inspizierte die Garnison in Salzburg während einer, gegen Söllheim gerichteten. Feldübung. Nachmittag Inspektion beim I. Bataillon in Braunau.

19.07.1786:       Der Kaiser inspiziert, am Gnigler Exerzierplatz, das in Marschadjustierung ausgerückte Regiment. Um 4 Uhr nachmittags waren die Stabsoffiziere zu einem Diner eingeladen. Um 9 Uhr abends wurde vom Kaiser noch S.M. Wilhelm I., deutscher Kaiser und König von Preußen auf seiner Durchreise nach Gastein in Salzburg begrüßt.

19.08.-05.09.76:         2. Teil der Waffenübung für die Reservemannschaften, dabei wurde das V. Bataillon in 34 Zelten zu 30 Mann untergebracht. Das Wetter machte es jedoch erforderlich, dass die Mannschaften am 26.08. in Aigen, Schallmoos und Gnigl „cantoniert“ wurde. Am 1.09. bezog es schließlich die Franz-Joseph-Kaserne.

01.09.1876:       Regimentsstab, II. und III. Bataillon fahren von Salzburg zu Übungen in der Truppen Division nach Linz. Das I. Bataillon kommt von Braunau.

15.09.1876:       Regimentsstab, I. und III. Bataillon kommen nach Salzburg zurück. Das II. Bataillon trifft in Braunau ein.

17.09.1876:       Die 1. Kompanie trifft in Salzburg ein.

Die Regimentsmusik, das IV. Bataillon, die 2., 19. und 20. Kompanie sind in der Franz-Josef-, die 1. und 3. Kompanie in der Klausen-, die 4. Kompanie in der Nonnthaler-Kaserne, das III. Bataillon, die 17. und 18. Kompanie auf der Festung Hohen Salzburg untergebracht.

27.02.1877:       1 Uhr nachts, Ausbruch eines Brandes im österr. Frachtenmagazin am Bahnhof Salzburg.

Um schlimmeres zu verhindern wurde die Feuerwehr von 200 Mann des Regimentes unterstützt.

11.05.-07.06.77:         Waffenübungen der Reserve Mannschaften. Das IV. Bataillon wird in Hallein und Burgfried einquartiert.

14., 16.07.1877:         General FZM. Freiherr von Maroicič inspizierte das in Marschadjustierung ausgerückte Regiment. Am 14. exerzierten die 4 in Salzburg befindlichen Bataillone am Gnigler Exerzierplatze, am 16. fand eine Feldübung statt, zu welcher alle Abtheilungen in 1 Kriegsbataillon formiert waren.

19.08.-07.09.77:         Waffenübung der Reservisten, die im IV. und V. Bataillon eingeteilt wurden. Die 17. Kompanie wurde auf der Festung, die 18. in Wels, die 19. in Siezenheim und die 20. in Liefering untergebracht. Ab 01.09. waren alle auf der Festung.

21.08.1877:       Seine kais. Hoheit FM. Erzherzog Albrecht, General-Inspektor des Heeres war bei der wie gewöhnlich durchzuführenden Übung der Garnison anwesend.

31.08.1877:       Das I. und III. Bataillon fahren mit der Eisenbahn von Salzburg nach Wels.

01.-15.09.1877: Für das Linien-Regiment fanden Übungen der Truppen Division im Raum Wels – Linz statt.

19.09.1877:       Der Regimentsstab, das I. und II. Bataillon kehren nach Salzburg zurück.

Hier wurde das II. Bataillon und die 3. Kompagnie, sowie die Regimentsmusik in der Franz-Josephs-, die 1. und 2. Kompagnie in der Klausen-, die 4. in der Nonnthaler-Kaserne einquartiert, während das IV. und V. Bataillon auf der Festung untergebracht wurde

11.05.-06.06.78:         Waffenübung der Reservisten wobei dieselben bei allen in Salzburg befindlichen Kompagnien gleichmäßig eingeteilt wurden. Während der Waffenübung war das II. Bataillon in der Franz Josephs-, die 1. Kompagnie in der Klausen-,  die ½ 4. in Nonnthaler Kaserne, die andere ½ 4., die III. sowie das IV. Bataillon auf der Festung untergebracht, während die 2. Kompagnie in Froschheim und Schallmoos, das V. Bataillon in Hallein einquartiert wurde

25.06.1878:       Die 2. Kompagnie wurde in die Vorstadt Nonnthal verlegt, Nach Beendigung der Waffenübung bezogen alle Abteilungen wieder die vor derselben innegehabten Kasernen.

03.07.1878:       Seine Majestät der Schah von Persien traf, von Paris kommend, auf der Durchreise nach Wien in Salzburg ein. Eine Ehrenkompagnie des Regiments mit Fahne und Musik sind am  Perron aufgestellt.

05.07.1878:       S. M. der Schah verließ Salzburg in Richtung Wien. Eine Ehrenkompanie des Regimentes war zur Verabschiedung angetreten.

17.08.1878:       Das III. Bataillon, mit den Kompanien 10 und 11 kommen von Braunau nach Salzburg und werden in der großen und keinen Winterreitschule der Hofstall-Kaserne untergebracht.

19.08.-07.09.78:         Übungen mit gemischten Waffen in Salzburg.

22.08.1878:      Obst. Franz v. Czko wird neuer Regimentskommandant

09.09.1878:       Die 4. Kompanie wurde mit der Bahn nach Schärdung, zur Ablösung der 9. Kompanie, befördert, welche am selben Tag nach Salzburg zurückkehrt.

02.12.1878:       Das III. Bataillon kommt nach Salzburg zurück.

Nach dem Einrücken desselben wurde die Regimentsmusik, die 9. – 12. und 17. Kompagnie in der Franz Josephs-, die 13. – 16. und 18. in der Hofstall-, die 19. und 20. in der Klausen-, die 6. in der Nonnthaler-Kaserne, die 5., 7. und 8. auf der Festung untergebracht.

1879:                 Zufolge Allerhöchster Entschließung hatten in diesem Jahre die Waffenübungen der Reservisten bei sämtlichen Truppenkörpern zu unterbleiben.

23./24.04.1879: Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Vermählung Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin.

02.08.1879:       Der Kommandierende General FZM. Freiherr von Maroicič inspizierte das Regiment und sprach demselben für die gründliche und gute theoretische wie praktische Ausbildung seine vollste Zufriedenheit aus.

15.08.1879:       Das I. Bataillon mit der 2., 3. und 4. Kompagnie kommt zu Brigadeübungen nach Salzburg und wird in der Hofstallkaserne untergebracht wurde. Nach Beendigung der Übungen marschierte das II. Bataillon mit der 5., 7. und 8. Kompagnie nach Braunau, die 6. Kompagnie fuhr zur Ablösung der 1. nach Schärding, welche nach Salzburg zurück kehrte. Das I. Bataillon wurde in der Hofstall-Kaserne, das 3., sowie die 18. Kompagnie in der Franz-Josephs-, die 19. und 20. Kompagnie in der Klausen-Kaserne, das IV. Bataillon und die 17. Kompagnie auf der Festung untergebracht.

29.01.1880:       Der Mitteltrakt des Salzburg Bahnhofes brennt. 352 Mann des Regimentes beteiligen sich an der Brandbekämpfung.

10.02.1880:       Das Regiment erhielt neue Hinterladgewehre des Systems Werndl, Modell 1877, sowie die erforderliche Taschen- und Scheiben-Munition nebst 3 Bataillons-Munitions-Wagen.

14.02.1880:       Neuerlicher Brand am Bahnhof. Wiederum helfen 400 Mann des I. und. III. Bataillons bei der Brandbekämpfung.

26.02.1880:       Neuerlicher Brand in der Stadt Salzburg. Diesmal ist das Haus des Kaufmannes Schwarzenberger in der Getreidegasse betroffen. Diesmal helfen 204 Mann des I. Bataillons der Feuerwehr.

12.03.1880:       Es brennt in Salzburg schon wieder. Diesmal ist ein Bauernhaus in Lehen betroffen, 280 Mann des I. Bataillons helfen bei der Brandbekämpfung.

14./15.03.1880: das Regiment wird von Salzburg in seine neue Garnison, nach Tirol verlegt.

11.-23.05.1880: Waffenübungen beim Reserve Kommando in Salzburg.

11.05.1880:       Seine kaiserliche Hoheit FZM Erzherzog Rainer trifft, zu Inspektionen, in Salzburg ein.

14.07.1880:       Der kommandierende General FZM. Maroicič inspizierte das Reserve-Kommando in Salzburg.

01.08.1880:       FML. Freiherr von Vecsey. Kommandant der III. Infanterie-Truppen-Division, inspizierte das IV. und V. Bataillon in Salzburg.

10.-17.08.1880:          Übungen mit gemischten Waffen.

19.-31.08.1880: Herbst-Waffenübung der Reservisten in Salzburg.

05.05.1881:       Seinen k.k. Hoheit Kronprinz Rudolf trifft in Salzburg ein, um sich mit seiner Braut, ihrer k. Hoheit Prinzessin Stefanie von Belgien, zu treffen. Welche ebenfalls am 06.05.1881 in Salzburg eintraf. Das V. Bataillon stellte dabei, mit der Fahne des Reserve-Kommandos die Ehrenkompanie. Am selben Tag fuhr Seinen k.k. Hoheit Kronprinz Rudolf zurück nach Wien.

06.05.1881:       Ihrer k. Hoheit Prinzessin Stefanie von Belgien, mit ihren Eltern fuhr von Salzburg nach Wien. Bei der Verabschiedung stellte wieder das V. Bataillon die Ehrenkompanie.

09.05.-04.06.81:         Waffenübungen der Reservisten. Das IV. Bataillon war vom 9. Mai bis 4. Juni in der Franz-Josephs-Kaserne, die 17. Kompagnie im Gasthause des Benedict Trautmann, die 18. im Gasthause „zum Ganshof“ in Maxglan, die 19. in der Hofstall-, die 20. in der Klausen-Kaserne untergebracht. Nach Beendigung der Waffenübungen wurden die 17. und 18. Kompagnie in die Franz-Josephs-Kaserne, die 19. wegen Umbaues der Hofstall-Kaserne auf die Festung verlegt.

29.06.1881:       Der kommandierende General FZM. Josef Freiherr von Philippovic trifft in Salzburg ein und  ließ durch die 10 besten Schützen jeder Kompagnie des Reserve-Kommandos und des 34. Feldjäger-Bataillons auf der Militär-Schießstätte ein Übungsschießen gegen ganze Figuren auf die Distanz von 400 Schritten vornehmen.

30.06.1881:       Inspektion, auf dem Gnigler Exerzierplatze des Reserve-Kommandos und des 34. Jäger-Bataillons. Zu dieser Inspizierung waren von jedem Bataillon 2 Kompagnien in Parade-, 2 in Marsch-Adjustierung ausgerückt.

22.07.1881:       Seinen k.k. Hoheit Kronprinz Rudolf  und Kronprinzessin Stefanie treffen in Salzburg ein und beziehen in der Villa Swoboda, bei Hellbrunn, Quartier.

03.08.1881:       Der Kaiser Franz Joseph trifft in Salzburg ein und inspizierte mit Kronprinz Rudolf das IV. und V. Bataillon am Gnigler Exerzierplatz.

04.08.1881:       Die Hoheiten reisen nach Wien zurück.

19.08.1881:       Seine kais. Hoheit FM Erzherzog Albrecht trifft in Salzburg ein.

28.01.1882:       Schlusssteinlegung beim Denkmal, für die gefallenen Offiziere und Soldaten des Regimentes, vor dem „Communal-Friedhof“ in Salzburg. Ebenfalls wurde der Obelisk auf den Sockel gestellt.

30.05.1882:       Die Regimentsmusik trifft, von Trient kommend in Salzburg ein.

01.06.1882:       Der kommandierende General FZM Ferdinand Frhr. von Bauer trifft zur Inspizierung der Garnison in Salzburg ein. Das IV. und V. Bataillon des Regiments, die Ergänzungs-Kompagnie-Cadres der Feldjäger-Bataillone Nr. 3, 15, 26 und 34 dann der Instruktions-Cadre des Landwehr-Bataillons Nr. 8 hatten in Marschadjustierung um 7 Uhr vormittags auf dem Gnigler Exerzierplatze, die 1. Division des Dragoner-Regiments König Albert von Sachsen Nr. 3 um 8 Uhr ebendort gestellt zu sein.

01.06.1882:       Abends. Seine kais. Hoheit der Regiments-Inhaber FZM Erzherzog Rainer trat in Begleitung des Landwehr-Oberkommando-Adjutanten Oberst Eduard Succovaty in Salzburg ein.

02.06.1882:       05:00 Uhr früh. 21 Kanonenschüsse, von der Festung, verkünden den Anbruch des Jubeltages anlässlich 30 jähriger Regimentsinhaberschaft Seiner k.k. Hoheit Erzherzog Rainer und 200jähriges Bestandsjubiläum des Regimentes. Die Regimentsmusik führte die Tagwache aus.

08:30 Uhr. Das IV. und V. Bataillon in Parade-Adjustierung mit Feldzeichen nehmen, auf dem westlich vom „Communalfriedhofe“ gelegenen Plateau, Aufstellung. Eine große Anzahl an Vereinen und Veteranenvereine mit ihren Fahnen standen an den Auffahrten zum Friedhofsplateau. Kurz nach Aufstellung erschien seine k. Hoheit Erzherzog Rainer und besichtigte die beiden Bataillone.

Der hochwürdigste Fürsterzbischof Dr. Franz Albert Eder zelebrierte, vom Domkapitel assistiert, die Festmesse, bei welcher die Regimentsmusik spielte und die Truppen die vorgeschriebenen Salven gaben, begleitet von 12 Kanonenschüssen von der Festung.

Nach der Festrede vom Salzburger Bürgermeister Rudolf Biebl wurde der Obelisk enthüllt.

Nach div. Kranzniederlegungen wurde das Denkmal durch den Fürsterzbischof eingeweiht. Hierauf ließ Ihre Kaiserliche Hoheit die beiden Bataillone und angetretenen Vereine defilieren.

Nachmittag wurde ein Festschießen der Mannschaften auf der Garnisonsschießstätte veranstaltet, ehe es div. Empfänge und am Abend ein Konzert der Regimentsmusik im Curgarten, zu Gunsten der Armen der Stadt Salzburg gab.

03.06.1882:       Mit festlichen Bewirtungen der Mannschaften in der Franz Joseph Kaserne, bei der auch ihre kaiserlichen Hoheiten die Erzherzoge Ludwig Viktor und Rainer, unangesagt, erschienen und des Offizierskorps im Hotel österreichischer Hof, gingen die Feiern einem vorläufigen Ende entgegen.

07.06.1882:       Die feierliche Preisverleihung an die Mannschaften nach beendetem Festschießen auf der Militärschießstätte bildete das offizielle Ende der Feierlichkeiten zur 30 jährigen Regimentsinhaberschaft Seiner k.k. Hoheit Erzherzog Rainer und 200jährigem Bestandsjubiläum des Regimentes.

Hier sei nochmals an die huldvollen Worte Seiner Majestät des Kaisers und obersten Kriegsherren erinnert, die er nach der Schlacht bei Solferino an Seine kaiserliche Hoheit den durchlauchtigsten Inhaber Erzherzog Rainer zu richten geruhte:

„Dieses Regiment gehört zu den Tapfersten der Tapferen.“

21.10.1882:       Das Reservekommando und V. Bataillon geht zum neu aufgestellten IR 84 nach Wien ab.

Herbst 1882:               Obst. Franz v. Czko wird zum GM. befördert und in den Ruhestand versetzt. Obst. Konrad Nuescheler von Neuegg wird neuer Regimentskommandant.

1883:                 Obst. Josef Edler von Fahy löst Obst Konrad Nuescheler als Regimentskommandant ab.

1888:                 Garnisonswechsel nach Salzburg. Obst. Josef Edler von Fahy wird zum Brig. befördert. Obst. Ernst v. Schmedes übernimmt das Regimentskommando.

16.09.1888:                Stab, II. und III. Bataillon treffen in Salzburg ein.

18.09.1888:                I. und IV. Bataillon kommen nach Salzburg. Das IV. Bataillon geht nach Braunau am Inn weiter.

1889:                 Einführung des Mannlichen-Repetiergewehres M 1888

1890:                 Obst. Rudolf Riedel übernimmt von Obst. Ernst v. Schmedes, der zum Brig. befördert wurde das Regimentskommando. Im Herbst erfolgte ein 2. Wechsel beim Regimentskommandanten, Obst. Ferdinand Mayer wurde neuer Regimentskommandant.

1892:                 Feier des vierzigjährigen Inhaberjubiläums durch Erzherzog Rainer

Herbst 1892:               Das I. Bataillon wechselt mit dem IV. Bataillon in Braunau.

1893:                 Der greise Generalinspektor des Heeres, Feldmarschall Erzherzog Albrecht, inspiziert die ganze Garnison Salzburg.

Herbst 1895:               Das II. Bataillon wechselt mit dem I. Bataillon in Braunau.

Okt. 1895:                   der zum Brigadier beförderte Obst. Ferdinand Mayer übergibt das Regimentskommando an Obst. Viktor Ritter von Meduna.

Sept. 1897:                  Probemobilisierung des Truppentrains. Erwies die volle Brauchbarkeit der Mobilisierungsvorsorgen.

April 1898:        Obst. Viktor Freiherr von Schmiedburg wird neuer Regimentskommandant, nachdem Obst. von Meduna zum Brig. befördert wurde.

15.09.1898:                Der Separathofzug mit dem Leichnam Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth passiert Salzburg.

Sommer 1899:            Obst. Johann Freiherr von Vever wird neuer Regimentskommandant.

Herbst 1899:               Das III. Bataillon wechselt mit dem II. Bataillon in Braunau.

14.-17.07.1901: Kaisertage in Salzburg

06.09.1901:                das Regiment rückt mit 3 Bataillonen in der neuen Garnison Linz ein. Das IV. Bataillon verbleibt in Salzburg.

1902:                       Feier des fünfzigjährigen Inhaberjubiläums. Zu der auch der hohe Regimentsinhaber erschien. Frühjahr 1905:                 Obst. Karl Kohut ist neuer Regimentskommandant.

April 1908:                 Das Regiment ist wieder in Salzburg vereint. Es ändert auch mit der ganzen Infanterie ihr Feldkleid; die im Gelände zu deutlich sichtbaren dunkelblauen Monturen wurden durch jene hechtgrauen ersetzt, in denen das Regiment sechs Jahre später ins Feld zog.

1909:                 Obst. Emil von Herzberg übernimmt das Regimentskommando.

Frühjahr 1912:   Stab und halbes III. Bataillon gehen nach Bregenz, halbes III. Bataillon nach Schwaz, II. Bataillon nach Innsbruck. Das IV. Bataillon verbleibt in Salzburg.

Okt. 1912:                   Obst. Gustav Fischer wird neuer Regimentskommandant.

27.01.1913:                Der Regimentsinhaber General der Infanterie Erzherzog Rainer verstirbt.

30.01.1913:       Armeebefehls demzufolge das Regiment den Namen „Erzherzog Rainer“ auf immerwährende Zeit zu führen hat.

28.06.1914:                Attentat in Sarajevo und im Folgenden Ausbruch des 1. Weltkrieges.

31.07.1914:       Befehl zur allgemeinen Mobilisierung der gesamten Wehrmacht Österreich-Ungarns.

Das Regiment stand zu diesem Zeitpunkt in folgenden Garnisonen:

  • I. Bataillon, 9. und 12. Kompanie sowie die Maschinengewehrabteilung I – Bregenz.
  • II. Bataillon und Maschinengewehrabteilung III – Innsbruck
  • 10. und 11. Kompanie – Schwaz
  • Rest des Regimentes – Salzburg

07.08.1914:       Die in Vorarlberg und Tirol stationierten Einheiten treffen in Salzburg ein.

08.08.1914:       Das II. und IV. Bataillon rückt an die Ostfront ab.

09.08.1914:       Der Regimentsstab, das I. Bataillon und die Maschinengewehrabteilungen verlassen Salzburg in Richtung Osten.

10.08.1914:       das III. Bataillon verlässt Salzburg.

10.11.1918:       Das Regiment kehrt, nach viereinhalb schweren, opfervollen Kriegsjahren, geschlossen in allen Ehren und mit allen Waffen, nach Salzburg zurück.

12.11.1918:       Das Regiment wird aufgelöst.

1921:                 Das in Salzburg stationierte Alpenjäger Bataillon 3, des österr. Bundesheeres der 1. Republik, übernimmt die Traditionspflege des ehemaligen Rainer Regimentes. Dieses trug offiziell die Bezeichnung „Erzherzog Rainer“.

1935:                 Das Bataillon wird in das Infanterieregiment Nr. 12 umgewandelt.

1938 – 1945:     Wird die Traditionspflege vom Gebirgsjäger Regiment Nr. 137, der Deutschen Wehrmacht, übernommen.

1960:                 Wiederum übernimmt das österr. Bundesheer die Traditionspflege. Zuerst das Feldjäger-Bataillon Nr. 29 in der Kaserne Glasenbach, seit 1960 Rainer-Kaserne. Ihr folgten das Ausbildungsregiment 8, das Landwehrstammregiment 82 und das Jägerregiment 8, das am 31.03.1999, im Zuge der Heeresumgliederung, aufgelöst wurde

1996:                 Gründung des Traditionsverbandes des k.u.k. Infanterieregiment No. 59 „Erzherzog Rainer“

 

 

 

Verwendete Literatur:

 

  • Geschichte des k.k. Infanterie-Regiments Erzherzog Rainer No. 59, seit seiner Errichtung 1682 bis zum Schlusse des Jahres 1855. Anton Leiler, Hptm. dieses Regiments.
  • Geschichte des k.k. Infanterie-Regiments Erzherzog Rainer Nr. 59 von seiner Errichtung 1682 bis 03. Juni 1882; II. Abtheilung vom Jahre 1792 – 03. Juni 1882. Justus Knorz, k.u.k. Oberst d.R.
  • Das k.k. Infanterieregiment Erzherzog Rainer No. 59 vom Jahr 1856 – 1863. Ferdinand Kaim Edlen von Kaimthal, Hptm. dieses Regiments.
  • I.R. 59, Weltkrieg 1914 – 1918. Hoen Max Ritter von
  • Salzburger Wehrgeschichtliches Museum.

 

 

Zusammenfassung Ing. Karlheinz Mattern

 

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